Wednesday, 20 March 2013

Gedicht für das Erbgut

Die Tochter v2.0 kennt Mann nicht, sie ist ein Update der Tochterversion v1.0, wobei sich die v2.0 deutlich von der v1.0 unterscheidet.

Bei v1.0 ist der "normale" Ablauf (aber was ist schon normal):

- Zeugung durch aktive oder interaktive Samenspende
- Teilnahme am Aufblähungseffekt, ps in diesem Zusammenhang nicht vergessen:
   "Nein, du bist nicht dick, das ist alles nur das Kind" oder "die Hormone" ;)
- Wurf, mit dem Hinweis am Kopfende zu bleiben, weil ein 10cm Kopf plus Schultern da rauskommt
   wo ein im Durchschnitt nur 4-6cm Durchmesser Penis reingeht
- Aufzucht und Fütterung, nach Regeln oder nach Bauchgefühl
- Nestrauswurf

Bei v2.0 entfällt alles vorgenannte bis auf den Zeugungsakt

Kann das erklären wie sich Mann fühlt, wenn man eine Begegnung über Jahre, fast 1,5 Jahrzehnte hinausgezögert hat? Nein, nichts kann Gefühle und Handlungen erklären, es kann nur ein Versuch gestartet werden, Worte im Kopfe zu finden die diese Situation annähernd beschreibt.



Nicht da gewesen
nicht da gewesen, nie vorgelesen
nicht da gewesen, nicht gesehen, nicht gefühlt das Streben aufzustehen
nicht da gewesen, keine ersten Schritte; keine Normfamilie Vater, Mutter, Kind in der Mitte
nicht da gewesen, kein Vater für das Kind, das alleine seine Strophen singt
nicht da gewesen, nie die Wärme und die Tränen auf meiner Haut gespürt, war nie gerührt
nicht da gewesen, bei der ersten Verletzung kein Trostspender, nur Lebensschänder
nicht da gewesen, bei Krankheit und Freunde,... bis heute
Für July von Stephen

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